Die Bab-el-Mandeb (auch Bab al-Mandab oder Bab el-Mandeb geschrieben) ist eine schmale Meerenge und ein kritisches globales maritimes Nadelöhr zwischen dem Jemen auf der Arabischen Halbinsel sowie Dschibuti und Eritrea am Horn von Afrika. Sie verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und dem Indischen Ozean und dient als vitale Schifffahrtsroute für den internationalen Handel und die globale Energieversorgung, insbesondere für Ölexporte.
Geografie und militärische Bedeutung
Die Meerenge weist wichtige geografische Passagen auf, darunter die Bab Iskender (die östliche oder kleine Meerenge) zwischen Ras Menheli im Jemen und Ras Siyyan in Dschibuti. Aufgrund seiner strategischen Lage als maritimes Tor beherbergt das benachbarte Dschibuti mehrere ausländische Militärstützpunkte, darunter Einrichtungen der Vereinigten Staaten, Chinas, Frankreichs, Japans, Italiens und Saudi-Arabiens. Diese Stützpunkte unterstützen die regionale Sicherheit, Anti-Piraterie-Maßnahmen und Operationen zur Terrorismusbekämpfung.
Konflikt und Sicherheit
Die Kontrolle über die Anhöhen und das Territorium rund um die Bab-el-Mandeb hat sie zu einem zentralen Schwerpunkt in regionalen Sicherheitsdisputen und im jemenitischen Bürgerkrieg gemacht. Im September 2026 starteten Huthie-Truppen eine Offensive entlang der jemenitischen Rotmeer-Küste und nahmen wichtige Küstenpositionen, Inseln und Aussichtspunkte entlang der Meerenge ein, um den Schiffsverkehr ins Visier zu nehmen und Schifffahrtsblockaden durchzusetzen, was die globalen Ölpreise erheblich beeinflusste. Nachfolgende Gegenoffensiven jemenitischer Regierungstruppen, die von einer von Saudi-Arabien geführten Koalition unterstützt wurden, zielten darauf ab, den Zugang zum maritimen Korridor zu sichern.